Die Preisträger:innen
Mit der Vergabe des VelsPolSÜD-Preises möchten wir sein Andenken ehren und gleichzeitig den Preisträger:innen für den kontinuierlichen Einsatz für Akzeptanz, Vielfalt und die Rechte der LSBTIQ* Community in der Polizei, Justiz und Zoll würdigen.
Preisträger:innen 2019:
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Brigitte Lösch MdL (Landtagsvizepräsidentin a.D.)
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Dr. Wolf-Dietrich Hammann (Landespolizeipräsident a.D.)
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Laura Halding-Hoppenheit (Stadträtin Stadt Stuttgart)
Preisträger:innen 2025:
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Manne Lucha (Minister für Soziales, Gesundheit und Integration)
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Jörg Krauss (Staatsminister und Chef der Staatskanzlei BW)
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Michael Schwald (Landespolizeipräsident Bayern)
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Caroline Wedler-Krebs (Polizeidirektorin Hochschule für Polizei BW)
Mit der diesjährigen Preisvergabe ehren wir Menschen, die sich durch ihre Arbeit und ihr Engagement in verschiedenen Bereichen für die Schaffung einer respektvollen und inklusiven Gesellschaft einsetzen. Ihre Unterstützung ist ein wertvoller Beitrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für LSBTIQ* Beschäftigte in der Polizei, Justiz und Zoll und darüber hinaus.
Der VelsPolSÜD-Preis ist eine ehrende Auszeichnung, die nicht nur an das Leben und das tragische Schicksal von Josef Martus erinnert, sondern auch als ständige Mahnung für die heutige Polizeiarbeit dient.
Josef Martus, ein Polizist aus dem badischen Kirrlach, wurde in den dunklen Jahren des Nationalsozialismus Opfer der systematischen Verfolgung von Homosexuellen. Er bezahlte den Preis seiner Identität mit seinem Leben, als er 1942 in Stuttgart von den Nationalsozialisten verurteilt und ermordet wurde, weil er eine homosexuelle Beziehung zu Eugène Eggermann pflegte. Seine Geschichte ist ein tragisches Beispiel für die Verfolgung und das Unrecht, das viele homosexuelle Menschen im Nationalsozialismus erlebten.
Der VelsPolSÜD-Preis ist nach Josef Martus benannt, um die Erinnerung an seine Geschichte lebendig zu halten und die Verantwortung zu unterstreichen. Er soll eine kontinuierliche Reflexion über die Bedeutung von Diversität, Menschlichkeit und Respekt im Polizeidienst fördern.
Heute, im 21. Jahrhundert, haben staatliche Institutionen wie die Polizei und die Justiz die Aufgabe, für Gerechtigkeit, Gleichheit und die Rechte aller Menschen einzutreten – ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung, Geschlecht, Geschlechtsidentität, Herkunft, Hautfarbe, Religion oder sonstiger Merkmale.
Durch die Vergabe des VelsPolSÜD-Preises wird das Engagement und die Verantwortung gewürdigt, dass Toleranz, Akzeptanz, Respekt und die Wahrung der Menschenwürde nicht nur im dienstlichen Handeln, sondern auch in der täglichen Praxis unverzichtbar sind.
Der VelsPolSÜD-Preis ist ein Zeichen des Gedenkens an Josef Martus, aber auch ein Aufruf, die Lehren aus der Vergangenheit in die gegenwärtige und zukünftige Arbeit aller staatlichen Institutionen zu integrieren.
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