Fortsetzung


Was zunächst mit einem Beauftragten und einer Mitarbeiterin begann, ist inzwischen zu einem sechsköpfigen Team angewachsen. Vier Referentinnen und Referenten befassen sich dabei schwerpunktmäßig mit unterschiedlichen Phänomenbereichen der Hasskriminalität und den jeweils betroffenen gesellschaftlichen Gruppen.

Das Aufgabenspektrum ist entsprechend vielfältig: Es reicht von polizeiinterner Aus- und Fortbildung und Fachvorträgen über die fachliche Begleitung von Projekten bis hin zur Entwicklung eigener Präventionsmaßnahmen und -kampagnen. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei der kontinuierliche und intensive Austausch mit den verschiedenen Communities ein.

Denn erfolgreiche Prävention von Hasskriminalität kann nicht allein innerhalb polizeilicher Strukturen entwickelt werden. Sie braucht das Wissen und die Erfahrungen derjenigen Menschen, die Anfeindungen, Bedrohungen oder Gewalt unmittelbar erleben. Gleichzeitig können im direkten Austausch Vorbehalte gegenüber der Polizei angesprochen, gegenseitige Erwartungen geklärt und langfristig Vertrauen aufgebaut werden.

Für den Bereich der queeren Community und der Queerfeindlichkeit arbeitet unser Vorstandsmitglied Johannes Träumer seit mehreren Jahren fest im Team des BgH. Seine Tätigkeit ist damit in vielen Bereichen vergleichbar mit der Arbeit der Ansprechpersonen für LSBTIQ in anderen Bundesländern: als Bindeglied zwischen Polizei und Community, als Ansprechpartner für Fachfragen und als Impulsgeber dafür, queere Lebensrealitäten innerhalb der Polizei stärker sichtbar und verständlich zu machen.

Der BgH zeigt damit auch, dass der Umgang mit Hasskriminalität mehr bedeutet als Strafverfolgung. Es geht ebenso um Prävention, Sensibilisierung, Vernetzung und Vertrauen – und darum, dass Menschen, die aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe angegriffen werden, darauf vertrauen können, von der Polizei gesehen, verstanden und geschützt zu werden.

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